
Vandit hat gerufen und alle kamen sie!
Für die zweite Vandit Night in diesem Jahr hatte man sich ein echtes "Schwergewicht" (nicht auf die Kg bezogen) als Gast eingeladen. Kein geringerer als Paul Oakenfold aus UK beehrte diese Stadt und die Arena an diesem Abend (neben Resident Paul van Dyk natürlich).
Dieser Tatsache war es wohl auch zu Verdanken, dass sich bereits eine Stunde vor Einlassbeginn eine schon beachtliche Schlange an der Abendkasse gebildet hatte.
Als wir dann eine Stunde später wieder an der Arena waren, war diese Schlange auf ca. 70 – 80 m angewachsen – und das war nur der Anfang. Denn wenn man dann sein Ticket hatte, hieß es noch mal sich in eine ca. 150 m lange Kette aus Menschen einzureihen, um Einlass in die Halle zu bekommen. Dank einer super Organisation dauert es aber keine 20 Minuten und man war endlich drin.
Dort erwartete einen, neben dem Bar- bzw. Lounge-Bereich, ein mit schwarzen Vorhängen abgetrennter Dancefloor. Der Sound auf diesem war einfach gigantisch. Da kam man sich wirklich nur bei den Vandit-Leuten bedanken. So eine PA bekommt man in Berlin echt nicht alle Tage zu hören. Das Licht dagegen war eher spartanisch, was mich persönlich aber nicht weiter störte.
Musikalisch begrüßt wurden wir von Paul van Dyk, der mit seinem ersten Set von 23 – 1 Uhr die Aufgabe hatte, die Leute richtig auf Mr. Oaklenfold vorzubereiten. Und das gelang ihm, wie es wohl keinem Anderen in dieser Stadt gelingen dürfte.
Diese Mischung aus progressiven, technoiden und schon recht treibenden trancigen Nummer war grandios. So war es dann auch kein Wunder, dass die Stimmung schon relativ zeitig (für Berliner Verhältnisse) hervorragend war.
Als dann gegen 1 Uhr Paul Oakenfold an die CD-Player ging, gab’s keinen Halten mehr. Er legte gleich richtig los und spielte einen genialen Track nach dem anderen. Ich hatte „Oakie“ vorher noch nie live gehört und eher immer schlechte Meinungen über ihn gelesen. Aber was er an diesem Abend da abgeliefert hat, war ganz großes Kino.
Selbst seinen schon recht alten Hit „Southern Sun“ zu spielen, war er sich nicht zu fein und die Leute dankten es ihm mit unzähligen erhobenen Händen und lauten Schreien.
Um kurz vor halb vier war das Herr van Dyk wieder an der Reihe und machte auch gleich ordentlich weiter. Gegen halb fünf hat er dann warum auch immer das Tempo ziemlich stark rausgenommen und damit viele Leute bewegt zu gehen. Diese recht „öde“ Phase hielt dann leider bis ca.. halb sieben an. Ab da ging es dann aber noch mal richtig gut nach vorne und Paul machte ordentlich Druck. Um viertel neun war dann einer Zugabe ein wundervoller Abend zu Ende.
Es hat wieder einfach nur Spaß gemacht, denn die Stimmung und die Leute auf den Vandit Nights sind einfach etwas ganz besonderes und so in Berlin und Umgebung kein zweites Mal zu finden.
DANKE!
PS: Ich gelobe übrigens, dass es das nächste Mal wieder qualitativ hochwertigere und vor allem mehr Fotos gibt, sollte Casio es bis dato geschafft haben meine Kamera zu reparieren…